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Der Verein
Wie alles begann
Geschichte des Vereins
Im Winter 1986, das Team Telekom und dessen Vorgänger, Team Stuttgart, existierten noch nicht und der Radsportboom, ausgelöst durch Erik Zabel und Jan Ullrich, stand erst noch bevor, saßen ein paar radsportbegeisterte Leute im Bopparder "Weinhaus Heilig Grab" und beschlossen, einen Verein zu gründen. Nachdem eine Satzung ausgearbeitet war, wurde der Club Anfang 1987 als eingetragener Verein angemeldet und im Frühjahr des gleichen Jahres unter seinem offiziellen Namen "Radsportclub Weinhaus Heilig Grab Boppard" in den Radsportverband Rheinland aufgenommen. Wer geglaubt hatte, die Mitglieder dieses Vereins würden ob des etwas seltsamen Namens statt isotonischer Getränke Wein in die Trinkflasche füllen und es ganz allgemein mit dem Sport nicht so ernst nehmen, sah sich gründlich getäuscht, um nicht zu sagen: Er wurde versägt! Im gleichen Jahr, man hatte sich durch die Teilnahme bei einigen RTF (Radtouristikfahrten) die notwendige Erfahrung und Kondition geholt, gab es schon den ersten Höhepunkt im Vereinsleben: In vier Tagen ging es per Rad in die gerade erst "annektierte" französische Partnerstadt Amboise an der Loire. Allen, die daran teilnahmen, bleibt diese Tour de France bis heute unvergessen und war nie mehr zu toppen.
Es geht voran
Der Verein wuchs jetzt schnell und erreichte in den folgenden Jahren eine Mitgliederzahl von etwa 80 Köpfen, mehr oder weniger aktiv, vor allem aus dem näheren Umkreis von Boppard, aber sogar auch mit einer Außenstelle in Wuppertal. Gefahren wurde offiziell jeden Mittwochabend bzw. Sonntagmorgen. Daneben wurden regelmäßig RTF-Touren in der näheren und weiteren Umgebung Boppards absolviert. Einzelne Fahrer und Gruppen wagten sich auch immer wieder an Rad-Marathons heran, z.B. Schwarzwälder Ultramarathon in Alpirsbach, Dolomiten-Marathon, Ötztaler, Trondheim-Oslo, Straßburg-Neustadt-Straßburg und viele andere. Mit Ausnahme der Teilnahme an zwei nicht offiziellen Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife bewegten sich die FahrerInnnen stets im ambitionierten Hobbybereich. Das änderte sich 1995, als eine Rennabteilung für Nachwuchsfahrer ins Leben gerufen wurde, die sich bis heute unter ihrem Trainer Harald Pitzer sehr erfolgreich entwickelt hat und zumindest im Bereich des Radsportverbandes Rheinland als starke Konkurrenz geachtet ist. Immer wieder wurden Fahrer aus dem Jugendbereich in den Kader des Landesverbandes berufen und starteten sowohl in Bundesligarennen als auch bei Deutschen Meisterschaften und internationalen Etappenrennen. Leider sind in den letzten Jahren (möglicherweise bedingt durch die immer wiederkehrende Dopingdiskussion) kaum noch Jugendliche bereit in den Rennradsport einzusteigen. Wir würden uns aber selbstverständlich über jeden Einsteiger freuen.
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